Im idyllischen Naturhafen von English Harbour fanden Seefahrer schon vor 1700 einen Rückzugsort.
„Dieser Ort ist weltweit einzigartig“, erklärt Desley Gardner von der einzigen Unesco-Welterbestätte des Inselstaats Antigua und Barbuda, „Nelson’s Dockyard ist die letzte Schiffswerft aus georgianischer Zeit, die bis heute in Betrieb ist“. Die Anlage mit historischem Dock und etlichen erhaltenen Gebäuden aus dem 18. Jahrhundert, gibt einen lebhaften Eindruck davon, wie sich die englischen Kolonisatoren in der Karibik einrichteten. In English Harbour, einem malerischen, von Kanonen bewachten Naturhafen zwischen bewaldeten Hügeln gelegen, waren die Schiffe hier auch weitgehend von den auf den Antillen berüchtigten Hurrikanen geschützt. Heute schlendern Kreuzfahrt-Touristen durch den historischen Hafen, in dem gerade etliche schicke Segelyachten liegen. Bereits zur Zeit der ersten europäischen Entdecker fürchteten die Seefahrer die mächtigen tropischen Wirbelstürme der Karibik. Zur Zeit, als der englische Admiral und Nationalheld Horatio Nelson auf Antigua lebte, bot sich hier freilich noch ein anderes Bild. Zwischen 1783 und 1787 war English Harbour noch ein wichtiger britischer Marinestützpunkt, der von gestrandeten Seeleuten bevölkert war, die auf von abenteuerlichen Seereisen abgewrackten Schiffen herumlungerten. […]
